Das Eine-Welt-Projekt

10 Jahre lang unterstützte unsere Schule einen Kindergarten mit Vorschule auf den Philippinen. Dazu gehörten die finanziellen Mittel für das Personal, das Lehr- und Lernmaterial und die Gebäudeunterhaltung und damit rund  3000 € pro Jahr. Dazu wurde ein Förderverein gegründet, der mit seinem Motto „Helfen macht Schule“ zum organisatorischen Grundstein dieses Projekts wurde und alle Zahlungen und Materiallieferungen verantwortete.

In den Folgejahren konnte der Förderverein dank wachsender Mitgliederzahlen auch etliche Projekte an der eigenen Schule unterstützen. Die Beitragszahlungen wurden ausschließlich dafür verwendet, während die Mittel für das Eine-Welt-Projekt zusammen mit den Schülerinnen und Schülern in schulischen Projekten erwirtschaftet werden musste.
2010 übernahmen die Philippinen die weitere Finanzierung des Kindergartens, die bis dahin allein von der GHS Goldberg getragen worden war, sodass die Verantwortlichen im Förderverein der Schule ein weiteres Projekt angehen konnten. 
Einig war man sich schnell, dass der Einsatz für ein Eine-Welt-Projekt im Sinne der Nachhaltigkeit ein wichtiger Lerninhalt von Schule ist und von Schülern und Lehrern gleichermaßen geschätzt und für wichtig erachtet wird. Darüber hinaus fand auch die Idee Zustimmung, sich weiterhin für Kinder bzw. schulische Projekte in anderen Ländern zu engagieren. So unterstützt die Schule seit 2010 ein Bildungsprojekt von terre des hommes in Peru, bei dem modernes Wissen und traditionelle Formen des Unterrichts verknüpft werden.

„Iskay Yachay – zweifaches Wissen – nennt man diesen Ansatz, bei dem die indianischen Kinder sowohl in Spanisch als auch in ihrer Muttersprache unterrichtet werden und so die Inhalte beider Kulturen verstehen lernen. Iskay Yachay betont den Gemeinschaftsgeist sowie gegenseitige Hilfe durch die Einbeziehung der älteren Generation in den Unterricht. Dadurch, dass die älteren Menschen den Kindern ihre Fertigkeiten beibringen, wird außerdem der außerschulische Unterricht gefördert. Den Kindern soll damit unter anderem eine Berufschance im lokalen Umfeld vermittelt werden. Es gibt daher Fächer wie Weben, Töpfern oder Ackerbau. Das ist wichtig, weil dies traditionelle Tätigkeiten sind, die man in den abgelegenen und unwirtlichen Gebieten der Anden beherrschen muss, um über die Runden zu kommen. Es werden beispielsweise Schulgärten angelegt, in denen die Kinder Einblicke in die altbewährte und an die Natur angepasste Landwirtschaft erhalten. Ertragreiche Ernten steigern nicht nur das Selbstbewusstsein der Dorfgemeinschaft und das Verantwortungsgefühl der Schüler, sondern tragen auch zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und damit zur Ernährungssicherung bei.“ (aus terre des hommes(Hg.): Hilfe für Kinder in Not. Osnabrück 2007)

Vier Mädchen aus den Klassen 7-9 tragen einen großen Teil unserer Spendenbeiträge bei, indem sie im Rahmen einer Schülerfirma in jeder großen Pause Eine-Welt-Produkte zum Verkauf anbieten. Bestellung, Inventur, Verkauf und Abrechnung liegt in ihrer Verantwortung. Betreut und unterstützt werden sie dabei seit Jahren von einem Kollegen der Schule, der darüber hinaus den Getränkeautomat der Schule bestückt und wartet und die gesamten Einnahmen ebenfalls dem Peru-Projekt zukommen lässt. Schließlich wird die schulische Eine-Welt-Arbeit vom Eine-Welt-Laden in Dagersheim mit Waren und finanziellen Beiträgen unterstützt. Auch an dieser Stelle allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön – im Namen der Schulgemeinschaft und ihrer Verantwortung für die „Eine Welt“.